Kein Afrika ohne Afrikaner

Afrika, ein Kontinent voller kostbarer Schätze. Wären da nur nicht diese Afrikaner. Bananen, Kaffee, Kakao, Diamanten, Coltan, Kobalt alles heiß begehrt, aber leider sind da ja auch überall diese Afrikaner. Schon immer wurden diese Menschen wegen Ihrer Hautfarbe und Herkunft deklassiert, als Wilde oder zumindest Menschen zweiter Güte bezeichnet und behandelt. Und jetzt wollen die auch noch hier zu uns. Waren ja, Menschen nein, da sind sich alle schnell bei einer schönen Tasse Kaffee einig.

Schon viel zu lange bringen wir diese Menschen in eine von uns bestimmte Abhängigkeit und unterbinden jede Art von deren Eigeninitiative. Was würde passieren, wenn großflächig diesen Menschen der Zugang zu ein selbstsbestimmtes, wirtschaftliches und gewinnorientiertes Arbeiten in Kleinbetrieben nach unseren Maßstäben mit garantierten Absatzmärkten bei uns gelehrt und ermöglicht würde? Würden diese, gerade mit der Ressource Bodenschätze und Anbaumöglichkeiten in Afrika, nicht schnell aus der Armut heraus kommen und langfristig zu uns aufschließen können?

Da ist doch die Opferrolle der Afrikaner das favorisierte Modell. Opferbilder von hungernden Kindern sind gut zu vermarkten, arme Menschen besser zu unterdrücken. Dann auch ruhig den Etat der Entwicklungshilfe ordentlich aufstocken und große Konzerne animieren in Afrika zu investieren um diese Abhängigkeit zu stärken. Also ein lohnendes Investment und Geschäftsmodell. Leider haben die Chinesen auch ein starkes Interesse an den Rohstoffen und Anbauflächen dort und führen aktuell viele Afrikanische Staaten in eine starke finanzielle Abhängigkeit zu China. Das führt uns in ein Wettstreit um die Vorherrschaft dort.

Also alles Modelle, um die Afrikaner nach den jeweiligen Wünschen zu beherrschen. Diese Menschen als billige Hilfsarbeiter – ja, als eigenständige Geschäftspartner auf Augenhöhe – nein. Von der Kolonialzeit in die Entwicklungshilfezeit und damit immer weiter in die Sackgasse. Denn diese Modelle kommen mit den Fluchtversuchen dieser Menschen zu uns aus den Fugen. Viele Afrikaner haben mittlerweile Smartphones und sehen unsere und somit eine für Sie andere, bessere Welt. Das ist neu und war so nicht geplant. Schon längst hat sich unsere Willkommenskultur in Angst gewandelt, die Gesellschaft in der ganzen westlichen Welt rückt deutlich nach rechts.

Aber wir müssen akzeptieren: Es gibt kein Afrika ohne Afrikaner, jeder weitere, billige Zugriff auf deren Rohstoffe und Anbauflächen verschärft die Flüchtlingskrise.

Wenn wir diese Menschen nicht hier haben möchten, müssen wir Ihnen dort gute Alternativen bieten. Dann bleibt nur der Weg zu einem 100% fairen, transparenten, direkten Handel, die Bildung von Kleinbetrieben dort und einer ehrlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Hierfür steht Fairdirect e.V. und stellt verschiedene, real funktionierende Wege vor:

  • Einen Onlinemarktplatz für den Direkthandel auch über weite Entfernungen
  • Der Aufbau einer Infrastruktur für eine sichere und einfache Haltbarmachung von sonst verdorbenen Lebensmittel als Existenzsicherung für z.B. Kleinbauern und bei Landverlust durch Landgrabbing.
  • Ein neuartiges Modell für das Erlernen von Handwerksberufen für junge Afrikaner und der Zugang zu einer Infrastruktur, welche hier nicht mehr benötigt wird.
  • Eine Alternative zur Massentierhaltung hier und dem Export von Unmengen Resthuhnfleisch nach Afrika durch die neuartige Möglichkeit für Kleinbauern aus Afrika Hühner extensiv zu Züchten und ihnen einen garantierten, direkten Absatz für das Brustfleisch direkt nach z.B. Deutschland zu ermöglichen.

Menschen bewusst Wissen, Wohlstand und Würde vorzuenthalten ist für uns nicht akzeptabel. Das Elend und den Tod vieler für den Wohlstand weniger zu tolerieren für uns nicht weiter hinnehmbar.

Mehr über Fairdirect e.V. gibt es hier.